Nachtrag: Darfur und antideutsche Politik

Da ist mir offensichtlich vollkommen durch die Lappen gegangen, dass ein Betreiber des "Save Darfur!"-Blogs eine - ich nenne es mal recht höflich und nicht unbedingt realitätsgerecht - Antwort auf meinen Artikel "Darfur und antideutsche Politik" verfasst hat. Ich möchte dem "Genossen" Felix Möser nur ungerne seine Illusionen rauben, aber doch halte ich einige Richtigstellungen für notwendig:

 

1.) Dieser Blog wird von einer Einzelperson unter dem Titel "Dissensprinzip" betrieben und nicht von ""Genossen" von kritik und polemik" (Möser).

2.) Felix Möser ist auf dem Holzweg, wenn er mich in ein schwarzes Halstuch und eine kleine putzige Wollmütze steckt.

3.) Ich habe niemals geschrieben, dass die Betreiber eine Demonstration organisieren sollen.

4.) Der Abschlusssatz ist nicht "durch und durch falsch" (ich fühle mich schließlich der Kritik des "Falschen" verpflichtet, wie Herr Möser weiß ) sondern lediglich grammatisch ein bisschen holperig. Möser darf das nächste Mal aber gerne auch einfach "Lern erstma deutsch!" sagen, wenn er das meint, anstatt um den heißen Brei herumzureden. By the way: "Kritit an der Politik" habe ich ganz bestimmt nicht praktiziert.

 

Dies zu den rein faktischen Mängeln. Nun zu seinen - ich bleibe höflich aber nicht unbedingt realitätsgerecht - Ausführungen zu meiner durchaus noch solidarisch formulierten Kritik am Projekt "Save Darfur!". Offensichtlich ist es für Möser ein ganz unerträglicher - und somit zwingend zu vermeidender - Gedanke, dass die Ohnmacht gegenüber Verhältnissen wie jenen in Darfur keineswegs jegliche Formen von Intervention sinnvoll machen: Der Versuch im Schulterschluss mit der deutschen Bundesregierung und der UNO gegen islamische Reiterbrigaden vorzugehen, also einen Appell ausgerechnet an jene Regierung bzw. Institution zu tragen, die seit Jahren dafür bekannt sind, islamistischen und panarabistischen Organisationen und Regimen mehr oder minder direkt die Tür zu öffnen, gehört ganz eindeutig in jene Abteilung von nicht sinnvoll zu kriegenden Unternehmen. Den Begriff "Demokratie" einfach mal zackig positiv zu konnotieren und jene, die die reale Ohnmacht beim Namen nennen als "antidemokratisch" zu diffamieren, ändert an diesem Sachverhalt rein gar nichts. Und so beende ich diesen Post ganz folgerichtig mit dem Hinweis, dass sich "Kolaboration" mit zwei "L" schreibt und mit der Bitte, dass Felix Möser doch bitte ein bisschen mehr nachdenken soll, bevor er sich hinter die Tastatur klemmt. Dann bin ich auch gerne bereit, mit ihm ganz nett und freundlich ein paar Worte über Darfur zu reden - womöglich am 27.01. in Oberhausen wenn ich Zeit und Lust habe.

17.1.07 21:58

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